Atari ST/TT/Falcon Peripherie 

Was ist ein Computer ohne die dazugehörige Peripherie? Genau, nutzlos. Für den ST und seine Verwandten gab es aus dem Hause Atari sogar eine ganze Palette an Peripheriegeräten.

Inhaltsverzeichnis

Bildschirme
SM124
Atari SM124 Der weitaus bekannteste und meistverkaufte Atari-Bildschirm wurde im Januar 1985 mit dem Atari ST vorgestellt und erschien zeitgleich mit diesem im Juni 1985, produziert wurde er vom südkoreanischen Unternehmen GoldStar (heute LG). Er bietet mi 70 Hz eine für damalige Verhältnisse sehr hohe Bildwiederholrate, zusammen mit der papierweißen Beschichtung der Bildröhre zeigt er ein gestochen scharfes Bild – auch wenn von den 12″ ein dicker „Trauerrand“ abgezogen werden muss, der das sichtbare Bild auf etwa 9½″ verkleinert. Mit Adapterplatinen wie OverScan können höhere Auflösungen erzielt werden, was manche Programme – die explizit auf 640×400 programmiert wurden – allerdings mit einem Absturz quittieren. Das Bild wird dabei aber auch am Rand merklich unscharf. Auf der rechten Seite des Bildschirms befinden sich drei Regler fü Helligkeit, Kontrast und Lautstärke (dieser dient gleichzeitig auch als Ein-/Ausschalter) sowie ein kleiner Lautsprecher. Angeschlossen wird der Monitor über das fest integrierte Kabel am Monitoreingang des ST, der mit der 13-poligen DIN-Buchse ein unübliches Format aufweist, auch am Falcon kann der Monitor mit dem entsprechenden Adapter verwendet werden. Produziert wurde der Bildschirm bis etwa 1992, 1989 erfolgte ein kleines Facelift, bei dem das eingeklebte Typenschild gegen eine auflackierte Typenbezeichnung ausgetauscht und das Netzkabel fest integriert wurde.

Modell SM124
Hersteller GoldStar
Produktionszeitraum Juni 1985 bis ca. 1992
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 12″ (30,48 cm)
max. Auflösung 640×400 Pixel
Darstellung monochrom (schwarz/weiß)
Grafikstandard ST High
Neupreis 998 DM



SM125
Atari SM125 Der mit einem Standfuß ausgestattete Monitor sollte eigentlich der Standardmonitor des Mega ST werden und wurde von AOC International aus Taiwan ab 1987 produziert. Allerdings ist das Bild bei weitem nicht so brillant wie das des SM124 und so fand der Monitor nur wenig Anklang bei den Anwendern. Er verschwand um 1989 herum wieder vom Markt.

Modell SM125
Hersteller AOC International
Produktionszeitraum 1987 bis 1989
vorgestellt September 1986
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 12″ (30,48 cm)
max. Auflösung 640×400 Pixel
Darstellung monochrom (schwarz/weiß)
Grafikstandard ST High
Neupreis



SM144
Atari SM144 1990 wurde die Modellpalette um ein 14″-Modell ergänzt, das das Bild zudem auch mit nur einem kleinen Rand und damit merklich größer als der SM124 anzeigen kann. Angebaut ist auch ein Standfuß, der genau auf das Gehäuse des Mega STE passt. Produziert wurde der Monitor von 1990 bis 1991 von GoldStar, 1991 wurde er vom SM146 abgelöst. Eine früher geplante gleichnamige Version mit einem in das Gehäuse integrierten Tragegriff wurde wieder verworfen.

Modell SM144
Hersteller GoldStar
Produktionszeitraum 1990 bis 1991
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 14″ (35,56 cm)
max. Auflösung 640×400 Pixel
Darstellung monochrom (schwarz/weiß)
Grafikstandard ST High
Neupreis



SM146
Atari SM146 AOC International fertigte im Auftrag Ataris von 1991 bis 1993 das 14″-Modell SM146 als Nachfolger des SM144. Der auf den Mega STE passende Standfuß wurde ebenfalls übernommen.

Modell SM146
Hersteller AOC International
Produktionszeitraum 1991 bis 1993
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 14″ (35,56 cm)
max. Auflösung 640×400 Pixel
Darstellung monochrom (schwarz/weiß)
Grafikstandard ST High
Neupreis



SM147
Atari SM147 Auf der Winter NAMM '92 in Anaheim wurde der SM147 vorgestellt, der von Quadrant auf Basis deren Modells QC1438 produziert wurde. Er zeichnet sich durch eine Flatscreen-Bildröhre aus, besitzt aber im Gegensatz zu den anderen Monochrom-Bildschirmen keinen internen Lautsprecher mehr. Vertrieben wurde der Monitor nur in Nordamerika.

Modell SM147
Hersteller Quadrant (= QC1438)
Produktionszeitraum 1992 bis 1993
vorgestellt Januar 1992
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 14″ (35,56 cm)
max. Auflösung 640×400 Pixel
Darstellung monochrom (schwarz/weiß)
Grafikstandard ST High
Neupreis



SM194 / SM195
Atari SM194 Die von Moniterm ab 1989 produzierten Großbildschirme können nur an Mega ST, Mega STE und TT – bei den ersten beiden auch nur mit entsprechender Grafikerweiterung – verwendet werden. Die Aufösung der ECL-Bildschirme beträgt 1280×960 Bildpunkte, die Darstellung ist in schwarz/weiß. Die Monitore wurden speziell für DTP-Anwendungen konzipiert.

Modell SM194 / SM195
Hersteller Moniterm
Produktionszeitraum 1989 bis 1991
verwendbar an Mega ST und Mega STE mit entsprechender Grafikkarte, TT
Bildschirmgröße 19″ (48,26 cm)
max. Auflösung 1280×960 Pixel
Darstellung monochrom (schwarz/weiß)
Grafikstandard ECL
Neupreis



TTM194 / TTM195
Atari TTM195 Diese beiden Großbildschirme entsprechen technisch exakt den ST-Modellen SM194 und SM195, sind jedoch in der Gehäusefarbe des TT030 gehalten. Produziert wurden sie zwischen 1990 und 1993 von Moniterm.

Modell TTM194 / TTM195
Hersteller Moniterm
Produktionszeitraum 1990 bis 1993
verwendbar an Mega ST und Mega STE mit entsprechender Grafikkarte, TT
Bildschirmgröße 19″ (48,26 cm)
max. Auflösung 1280×960 Pixel
Darstellung monochrom (schwarz/weiß)
Grafikstandard ECL
Neupreis



PTM144
Atari PTM144 Hierbei handelt es sich um einen VGA-Graustufenbildschirm mit 14″-Bildröhre, der an Atari TT und Falcon sowie an allen anderen Computern mit VGA-Grafikkarte verwendet werden kann. Die maximale Auflösung beträgt 640×480 Bildpunkte. Wie bei SM144 und SM146 ist hier ein auf das Gehäuse von TT und Mega STE passender Standfuß enthalten. Vertrieben wurde der Bildschirm zwischen 1990 und 1992.

Modell PTM144
Hersteller
Produktionszeitraum 1990 bis 1992
verwendbar an allen Computern mit VGA-Ausgang
Bildschirmgröße 14″ (35,56 cm)
max. Auflösung 640×480 Pixel
Darstellung Graustufen
Grafikstandard VGA
Neupreis



PS3000
Atari PS3000 Zum Marktstart des Atari ST gab es Probleme mit der Versorgung von passenden Farbbildschirmen. Der ursprünglich unter der Bezeichnung SC1224 vorgesehene Bildschirm des Coleco Adam-Computers konnte auf Grund der Insolvenz des Herstellers nicht verwendet werden, und so musste sich Atari schnellstmöglich nach Ersatz umsehen. Eins dieser Ersatzmodelle ist der von Nihon bikutā K.K. bzw. Victor Company of Japan (JVC) produzierte PS3000, der von Juni 1985 bis April 1986 produziert wurde. Neben der 12″-Bildröhre für die niedrige und mittlere ST-Auflösung besitzt der Bildschirm im Sockel noch ein einseitiges Diskettenlaufwerk analog zum → SF354-Laufwerk. Vertrieben wurde der Bildschirm nur in Nordamerika.

Modell PS3000
Hersteller JVC
Produktionszeitraum Juni 1985 bis April 1986
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 12″ (30,48 cm)
max. Auflösung 640×200 Pixel
Darstellung Farbe
Grafikstandard RGB analog
Neupreis



SC1224
Unter dieser Modellbezeichnung existieren mehrere Monitore. Das erste Modell, welches auf dem Bildschirm des Coleco Adam-Computers basiert, konnte wegen der Insolvenz des Herstellers leider nicht auf den Markt kommen. Als Übergangslösung wurde bei Nihon bikutā K.K. bzw. der Victor Company of Japan (JVC) neben der Bildschirm-Laufwerk-Kombination PS3000 auch noch ein eigenständiger RGB-Farbbildschirm in Auftrag gegeben, welches bei Atari intern als SC1224 Version 2 bezeichnet und nur in Nordamerika vertrieben wurde. International erschien im Frühjahr die von GoldStar produzierte Version, die in der verlängerten Version des SM124-Gehäuses sitzt und bis 1992 produziert wurde. Warum ab 1987 noch eine weitere Version, diesmal vom südkoreanischen Hersteller Samsung produziert, in Nordamerika auf den Markt kam, ist nicht ganz klar. Möglicherweise konnte die Produktion von GoldStar die hohe Nachfrage nicht decken und man holte so einen weiteren Hersteller mit ins Boot, oder das Modell sollte eigentlich der Nachfolger zur GoldStar-Version werden, worauf die bei Atari intern gebrauchte Bezeichnung SC1225 auch hindeuten könnte.

Atari SC1224, JVC Atari SC1224, GoldStar Atari SC1224, Samsung
Links die JVC-Version, in der Mitte der GoldStar-Bildschirm, und rechts die Samsung-Version

Modell SC1224
Hersteller Coleco (nicht erschienen)
JVC (interne Bezeichnung SC1224 Version 2)
GoldStar
Samsung (interne Bezeichnung SC1225)
Produktionsjahre Juni 1985 bis April 1986 (JVC)
April 1986 bis 1992 (GoldStar)
1987 bis 1989 (Samsung)
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 12″ (30,48 cm)
max. Auflösung 640×200 Pixel
Darstellung Farbe
Grafikstandard RGB analog
Neupreis



SC1424 (nicht erschienen)
Beim SC1424 handelt es sich um ein für März 1986 geplantes Nachfolgemodell zu den Monitoren PS3000 und SC1224 aus dem Hause JVC. Letztendlich entschied man sich aber doch für die Veröffentlichung der von GoldStar produzierten Version des SC1224.

Modell SC1424
Hersteller
Produktionszeitraum nicht erschienen
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 14″ (35,56 cm)
max. Auflösung 640×200 Pixel
Darstellung Farbe
Grafikstandard RGB analog



SC1425
Atari SC1425 Ab 1990 gab es auch einen 14″-Farbbildschirm zu kaufen, hergestellt wurde dieser vom niederländischen Unternehmen Philips in Südkorea, er ist technisch baugleich mit dem Commodore 1084S-D1. Anschluss an den ST findet er über die integrierten SCART-Buchse oder über die Cinchbuchsen. Der Monitor war nur etwa ein Jahr auf dem Markt, bevor er durch den SC1435 ersetzt wurde.

Modell SC1425
Hersteller Philips
Produktionszeitraum 1990 bis 1991
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 14″
max. Auflösung 640×200 Pixel
Darstellung Farbe
Grafikstandard RGB analog
Neupreis



SC1435
Atari SC1435 Der auf dem Philips-Modell CM8833-II basierende Bildschirm, der auch für Commodore gefertigt wurde, erschien im Jahr 1991 und bietet als einziger ST-Farbmonitor Stereoton, allerdings nur an STE und Falcon. Eine weitere Besonderheit ist die Taste für den Grünmodus. Produziert wurde der Bildschirm bis 1993 von Philips in Südkorea.

Modell SC1435
Hersteller Philips
Produktionszeitraum 1991 bis 1993
verwendbar an allen ST-Modellen außer ST Book, Falcon mit Adapter
Bildschirmgröße 14″ (35,56 cm)
max. Auflösung 640×200 Pixel
Darstellung Farbe
Taste für Grünmodus
Grafikstandard RGB analog
Neupreis



PTC1426 / TTC1434
Atari PTC1426 Ab 1990 wurde für den TT030 der VGA-Farbbildschirm PTC1426 vertrieben, der in den ersten Prospekten und auf Messen noch TTC1434 hieß. Die maximal darstellbare Auflösung beträgt wie beim Graustufenmodell PTM144 640×480 Bildpunkte, er besitzt ebenfalls einen auf das Gehäuse des TT abgestimmten Standfuß. Hergestellt wurde der Bildschirm bis 1993.

Modell PTC1426
Hersteller
Produktionszeitraum 1990 bis 1993
verwendbar an allen Computern mit VGA-Port
Bildschirmgröße 14″ (35,56 cm)
max. Auflösung 640×480 Pixel
Darstellung Farbe
Grafikstandard VGA
Neupreis



Drucker
SMM804 / SMM810 / SMM824
Atari SMM804 Der von Shinwa Printing aus Hong Kong produzierte und bis auf die Schnittstelle mit dem → XMM801 identische Drucker SMM804 war nach langer Verzögerung ab Mai 1986 in Amerika und ab 1988 in Europa zu haben. Der Anschluss erfolgt über die Parallelschnittstelle, er bietet Einzelblatt- und Endlospapiereinzug und kann 80 Zeichen pro Zeile drucken.

Weitere Modelle unter den Bezeichnungen SMM810 (auf Basis des beliebten Star Micronics LC-10) und SMM824 (1989, 24-Nadel-Druckkopf) wurden zwar geplant bzw. angekündigt, sind jedoch nie erschienen. Im Falle des 24-Nadlers sagte Sig Hartmann, dass es bereits genügend günstige Drucker dieser Art am Markt gäbe.

Modell SMM804
Hersteller Shinwa Printing Co. Ltd.
Produktionszeitraum Mai 1986 bis 1989
verwendbar an allen Computern mit Parallelport
Druckverfahren Matrixdruck, 9 Nadeln
Blatteinzug Einzelblatt und Endlos
Zeichen / Zeile 80
Druckauflösung
Schnittstelle Parallelport
Neupreis 698 DM



SDM124 (nicht erschienen)
Ein Typenraddrucker, bis auf die Schnittstelle baugleich mit dem → XDM121, sollte laut einer Ankündigung von 1986 im Jahr 1987 auch für den ST erscheinen, schaffte es jedoch nicht bis zur Marktreife.

Modell SDM124
Hersteller
Produktionszeitraum nicht erschienen
verwendbar an allen Computern mit Parallelport
Druckverfahren Typenraddruck
Blatteinzug Einzelblatt und Endlos
Zeichen / Zeile 80
Druckauflösung
Schnittstelle Parallelport



STC204 (nicht erschienen)
Auch ein Farbthermodrucker war bereits 1985 angekündigt worden, er sollte ab Sommer 1985 zu haben sein. Baugleich ist der Drucker mit dem ebenfalls nicht erschienenen Modell → XTC201 der XE-Serie.

Modell STC204
Hersteller
Produktionszeitraum nicht erschienen
angekündigt 1985
verwendbar an allen Computern mit Parallelport
Druckverfahren Farb-Thermodruck
Blatteinzug Endlos
Zeichen / Zeile 80
Druckauflösung
Schnittstelle Parallelport



STC504 (nicht erschienen)
Atari STC504 1986 startete man nochmals einen Versuch, einen Farbthermodrucker für den ST auf den Markt zu bringen. Leider erschien auch dieses Modell trotz mehrfacher Messevorstellungen nicht.

Bild: atarimuseum.com

Modell STC504
Hersteller
Produktionszeitraum nicht erschienen
vorgestellt auf der Spring COMDEX 1986
verwendbar an allen Computern mit Parallelport
Druckverfahren Farb-Thermodruck
Blatteinzug Endlos
Zeichen / Zeile 80
Druckauflösung
Schnittstelle Parallelport



SLM804
Atari SLM804 Im Herbst 1987 erschien der von Canon gefertigte Laserdrucker SLM804. Was heute als normal gilt, war damals eine kleine Revolution: Der Drucker selbst beinhaltet nur die reine Druckmechanik, die Steuerung übernimmt vollständig der Computer, der auch den Speicher bereitstellt. Dadurch ließ sich der Drucker kostengünstig herstellen und zu einem Kampfpreis verkaufen. Der Computer braucht daher auch mindestens 2 MB Arbeitsspeicher, um mit dem Drucker arbeiten zu können. Angeschlossen wird der Drucker über das mitgelieferte DMA-Interface SLMC804, welches als Bindeglied zwischen Computer und Drucker dient und am ACSI-Port des Computers angeschlossen wird. 1990 wurde der Drucker durch den SLM605 abgelöst.

Modell SLM804
Hersteller Canon
Produktionszeitraum Oktober 1987 bis Oktober 1990
verwendbar an ST/TT ab 2 MB RAM mit Interfacemodul SLMC804
Druckverfahren Laser
Blatteinzug Kassette und Einzelblatt
Zeichen / Zeile 80
Druckauflösung 300 dpi
Schnittstelle ACSI
Neupreis



SLM605
Atari SLM605 Ein wenig kompakter, aber auch ein wenig langsamer als der SLM804 ist das 1990 erschienene Modell SLM605, welches von der Tokyo Electric Company (TEC) produziert wurde. Wie beim SLM804 ist auch hier nur die reine Druckmechanik enthalten, daher wird auch hier das Interface SLMC804 sowie ein Computer mit mindestens 2 MB Arbeitsspeicher zum Betrieb benötigt.

Modell SLM605
Hersteller Tokyo Electric Company
Produktionszeitraum Oktober 1990 bis November 1993
verwendbar an ST/TT ab 2 MB RAM mit Interfacemodul SLMC804
Druckverfahren Laser
Blatteinzug Kassette und Einzelblatt
Zeichen / Zeile 80
Druckauflösung 300 dpi
Schnittstelle ACSI
Neupreis



SLM406 (nicht erschienen)
Atari SLM406 Das 1992 vorgestellte Modell SLM406 ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern voll SCSI-kompatibel und benötigt auch das Interface SLMC804 nicht mehr zum Betrieb. Wie die meisten ab 1990 vorgestellten Hardwareerweiterungen erschien der Drucker jedoch nicht mehr auf dem Markt.

Bild: ST-Computer

Modell SLM406
Hersteller
Produktionsjahre nicht erschienen
verwendbar an allen Computern mit SCSI-Port
Druckverfahren Laser
Blatteinzug Kassette und Einzelblatt
Zeichen / Zeile 80
Druckauflösung 300 dpi
Schnittstelle SCSI



Massenspeicher
SF354
Atari SF354 Ursprünglich war dieses Modell als das größere der beiden Diskettenlaufwerke geplant – neben dem 360 kB-Laufwerk sollte es noch ein 180 kB-Laufwerk namens SF324 geben –, es wurde aber letztendlich mit Erscheinen des 720 kB-Modells SF314 zum kleineren. Es erschien zeitgleich mit dem ST im Juni 1985, 1988 liefen die letzten Laufwerke vom Band, da das Format mittlerweile für viele Anwendungen zu klein war. Zwei Baureihen gibt es: Die erste hat einen kleinen rechteckigen Auswurfknopf rechts unterhalb des Diskettenschachts, die zweite ab 1986 produzierte Version wurde in dieser Form bereits im Januar 1985 vorgestellt und hat einen langgezogenenen rautenförmigen Auswurfknopf unterhalb des Laufwerksschachts. Für die XE-Serie sollte 1986 mit dem → XF351 ein baugleiches Modell veröffentlicht werden.

Modell SF354
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum 6/1985 bis 1988
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Diskette 3½″ SS-DD (einseitig, doppelte Spurdichte)
max. Speicherkapazität 360 kB
Schnittstelle ST Floppy (DIN-14)
Neupreis



SF324 (nicht erschienen)
Atari SF324 Das kleinste ST-Diskettenlaufwerk sollte nur eine Speicherkapazität von 180 kB pro Diskette bieten, was selbst damals für ein 16-Bit-System schon unrealistisch niedrig war. Daher wurde das Laufwerk auch vor Veröffentlichung bereits wieder gestrichen.

Modell SF324
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum nicht erschienen
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Diskette 3½″ SS-SD (einseitig, einfache Spurdichte)
max. Speicherkapazität 180 kB
Schnittstelle ST Floppy (DIN-14)



SF314
Atari SF314 Das große Diskettenlaufwerk erschien im Dezember 1985 auf dem Markt und bietet 709 kB (726.016 Bytes) Speicherplatz pro Diskette. Wie beim SF354 gibt es auch hier zwei verschiedene Baureihen, die erste mit der rechteckigen Auswurftaste und die zweite mit der langgezogenen rautenförmingen Auswurftaste ab Mitte 1986. Hergestellt wurde das Laufwerk bis 1989, als die letzten ST-Modelle ohne internes Diskettenlaufwerk vom Band liefen.

Modell SF314
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum 12/1985 bis 1989
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Diskette 3½″ DS-DD (doppelseitig, doppelte Spurdichte)
max. Speicherkapazität 720 kB
Schnittstelle ST Floppy (DIN-14)
Neupreis



10 MB-Diskettenlaufwerk (nicht erschienen)
Das Laufwerk wurde immer und immer wieder von Atari angekündigt und erschien wie so vieles an ST-Hardware dann doch nicht. Genauere Spezifikationen sind unbekannt, lediglich, dass es einen Speicherplatz von damals sehr hohen 10 MB bieten sollte.


ST Book FDD (nicht erschienen)
Atari ST Book FDD Da das Notebook → ST Book Notebook aus Platzgründen nicht über ein eigenes Diskettenlaufwerk verfügt und mangels passendem Anschluss nicht mit den Laufwerken der SF-Serie arbeiten kann, arbeitete Atari 1992 an einem externen Diskettenlaufwerk, das man an den ACSI/FDD-Kombianschluss des Notebooks anschließen können sollte. Allerdings wurde offenbar nur die Gestaltung des Gehäuses festgelegt, bevor die Arbeiten wieder eingestellt wurden.

Bild: Atari Explorer

Modell (unbekannt)
Hersteller
Produktionszeitraum nicht erschienen
verwendbar an ST Book
Speichermedium Diskette 3½″
max. Speicherkapazität vermutlich 1,44 MB
Schnittstelle ACSI/FDD



SH104 / SH317 (nicht erschienen)
Ein Festplattenbetrieb war am Atari ST bereits von Anfang an vorgesehen, ein entsprechendes Modell mit 10 MB Speicherkapazität sollte auch zum Marktstart 1985 verfügbar sein. Jedoch haderte Atari mit der endgültigen Entscheidung, denn zu dieser Zeit galten optische Medien wie die Compact Disc als das Speichermedium der Zukunft – Festplatten wurde vorausgesagt, dass sie, wenn überhaupt, nur wenige Jahre auf dem Massenmarkt erhältlich sein würden. Die Festplatte und ein weiteres geplantes Modell mit 15 MB Kapazität erschienen jedoch nicht, stattdessen kam 1986 ein 20 MB-Modell auf den Markt.

Modell SH317 / SH104
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum nicht erschienen
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Festplatte 3½″
max. Speicherkapazität 10 MB
Schnittstelle ACSI



SH204 / SH324
Atari SH204 Das zuerst SH324 genannte 20 MB-Festplattenlaufwerk erschien im August 1986 als SH204 auf dem Markt und wurde bis zum Erscheinen des Nachfolgemodells SH205 im Oktober 1987 produziert. Dieses mitunter scherzhaft auch „Schuhkarton“ genannte Laufwerk sitzt noch in einem rechteckigen, grau lackierten Metallgehäuse und muss daher neben dem Computer aufgestellt werden, was zusätzlichen Platzverlust bedeutet.

Modell SH324 / SH204
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum 8/1986 bis 10/1987
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Festplatte 3½″
max. Speicherkapazität 20 MB
Schnittstelle ACSI
Neupreis



SH205 / Megafile 20 / Megafile 40
Atari SH205 / Megafile 20 Im Oktober 1987 erschien die SH205 als Nachfolger der Festplatte SH204. Hauptunterschied ist hier die äußere Gestaltung, das Laufwerk kann nun bequem als Monitorsockel verwendet und auch auf oder unter das Mega ST-Gehäuse gestapelt werden. Ab Frühjahr 1989 wurde die Festplatte passend zu den anderen Modellen als Megafile 20 vermarktet, 1991 wurde die Produktion eingestellt. Eine größere Version mit 40 MB Speicherkapazität wurde 1988 unter der Bezeichnung Megafile 40 auf der CeBIT angekündigt, jedoch nicht auf den Markt gebracht.

Modell SH205 / Megafile 20
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum 10/1987 bis 1991
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Festplatte 5¼″ RLL
max. Speicherkapazität 20 MB
Schnittstelle ACSI
Neupreis



Megafile 30
Atari Megafile 30 Die wohl meistverkaufte Festplatte kam im Frühjahr 1989 zusammen mit den anderen Geräten der Megafile-Serie auf den europäischen Markt, produziert wurden die ersten Geräte allerdings bereits im Spätsommer 1988. Im Inneren befindet sich als Laufwerk die damals gängige Seagate ST238-R RLL-Platte. Produziert wurde das Laufwerk bis etwa 1992.

Modell Megafile 30
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum 9/1988 bis 1992
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Festplatte Seagate ST-238R (5¼″, RLL)
max. Speicherkapazität 30 MB
Schnittstelle ACSI
Neupreis



Megafile 60
Atari Megafile 60 Die mit 60 MB Kapazität größte von Atari herausgebrachte Festplatte erschien zeitgleich mit den anderen Geräten der Megafile-Serie im Frühjahr 1989 auf dem europäischen und im Herbst 1989 auf dem amerikanischen Markt.

Modell Megafile 60
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum 4/1989 bis 1992
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Speichermedium Festplatte 5¼″ RLL
max. Speicherkapazität 60 MB
Schnittstelle ACSI
Neupreis



AtariFile 200 (nicht erschienen)
Auf der CeBIT '91 wurde mit der AtariFile 200 ein weiteres Festplattenlaufwerk mit einer Speicherkapazität von 200 MB angekündigt, das im Gegensatz zur SH-/Megafile-Serie direkt am SCSI-Bus des TT angeschlossen werden sollte. Leider war danach nichts mehr von dem Laufwerk zu hören oder zu sehen.


Megafile 44 / SR144 / SR444
Atari Megafile 44 Eine heute eher seltsam anmutende Möglichkeit der Datenspeicherung war um den Wechsel der 1980er/1990er Jahre recht verbreitet: Die Wechsel-Festplatte. Auch Atari brachte im Frühjahr 1989 mit der zuerst SR144 und SR444 genannten Megafile 44 ein Laufwerk für die gängigen SyQuest-Medien auf den Markt, in den USA war das Laufwerk ab Januar 1990 zu haben. Die Wechselmedien mit einer maximalen Speicherkapazität von 44 MB können im Gegensatz zu Festplatten während dem laufenden Betrieb gewechselt werden, ein entscheidender Vorteil für Anwendungen mit für damalige Verhältnisse riesigen Datenmengen wie beispielsweise Musikdateien. Bis 1991 wurde das Laufwerk produziert.

Modell Megafile 44
Hersteller Atari Taiwan Manufacturing Corp.
Produktionszeitraum 4/1989 bis 10/1991
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Laufwerk SyQuest SQ555
mittl. Zugriffszeit 25 ms
Speichermedium Wechselmedien SyQuest 5¼″
(1278 Zylinder à 68 Sektoren à 512 B)
max. Speicherkapazität 44.494.848 Bytes (≙ 42,43 MB)
Schnittstelle ACSI
Neupreis



CDAR504 / CDAR500 Optofile
Atari CDAR504 Bereits 1985 arbeiteten Mike Schmal von Atari und die Philips-Tochter Activenture gemeinsam an einem CD-ROM-Laufwerk für den Atari ST, im Juni 1985 wurde es auf der Summer CES als CDAR500 bzw. Optofile erstmals angekündigt (CDAR steht für Compact Disc Audio ROM). Optische Medien wie die Compact Disc galten als Speichermedium der Zukunft, sie sollten als beschreibbare Version irgendwann die Festplatten ersetzen, so damals die einhellige Expertenmeinung. Nach dieser Ankündigung wurde das Laufwerk jedoch immer und immer wieder verschoben, bis es irgendwann so aussah, als würde es gar nicht mehr auf den Markt kommen. Erst auf der CeBIT '88 war das Laufwerk wieder zu sehen, diesmal als CDAR504. Ab Mai 1988 wurde das Laufwerk schließlich in kleinen Stückzahlen an Entwickler ausgeliefert, im Herbst 1988 musste der Zusatz Optofile aus markenrechtlichen Gründen gestrichen werden. Erst im Lauf des Jahres 1989 konnte man das Laufwerk dann über den Fachhandel beziehen, in den Massenhandel gelangte es leider nie. Größter Abnehmer des Laufwerks soll der Flugzeughersteller Boeing gewesen sein.

Von der technischen Seite gesehen ist es ein normales Doublespeed-CD-Laufwerk mit Hostadapter und wird am ACSI-Port angeschlossen. Zusätzlich besitzt es Ausgänge zum Anschluss an einen Verstärker sowie eine abnehmbare Fernbedienung (▶/❙❙, ▶▶❙, ❙◀◀, ■; Stromversorgung über zwei AAA-Batterien à 1,5V) und kann so auch als Audio-CD-Abspielgerät verwendet werden. An Anschlüssen stehen dem Laufwerk zwei ACSI-Ports zur Verbindung mit dem ST-Computer oder einem anderen ACSI-Gerät und zwei Cinch-Buchsen zur Verbindung mit einer Audioanlage zur Verfügung. Die DMA-Adresse kann mittels DIP-Schaltern auf der Rückseite eingestellt werden. Kritik wurde vor allem an der Anzeige geübt, sie besteht nur aus zwei roten 7-Segment-Anzeigen und ist damit eigentlich nur für die Anzeige von Tracks oder Fehlercodes zu gebrauchen. Auch sollen die ersten ausgelieferten Laufwerke ziemliche Störgeräusche verursacht haben.

Atari CDAR504 Rückseite Atari CDAR504 Fernbedienung
Atari CDAR504 geöffnet Atari CDAR504 Innenansicht

Alle Bilder: Matthias Wittland

Modell CDAR504
Hersteller Activenture / Chinon
Produktionszeitraum Mai 1988 bis ca. 1990
verwendbar an allen ST/TT-Modellen außer ST Book
Laufwerk Chinon CA-006
Laser Halbleiterlaser 0,3 mW, Wellenlänge 780 nm (rot/infrarot)
Lesbare Formate CD-ROM, Audio-CD
Schnittstelle ACSI
Neupreis 1198 DM



CDAR505 (nicht erschienen)
Atari CDAR505 Mit dem CDAR505 wurde auf der CeBIT '91 ein kompaktes CD-ROM-Laufwerk zum Anschluss an den SCSI-Bus vorgestellt. Anstelle einer Schublade arbeitet das Laufwerk mit einem Caddy, einer Art Träger, in den die CD eingelegt und der dann in das Laufwerk eingeschoben wird. Wie sein Vorgänger verfügt das Laufwerk auch über Audioanschlüsse zur Verbindung mit einer Stereoanlage oder einem Verstärker, jedoch nicht mehr über eine abnehmbare Fernbedienung. Wie das meiste an neuer Hardware zu dieser Zeit wurde das Laufwerk leider nicht veröffentlicht.





ST Streamer
Atari ST Streamer Auch ein Bandlaufwerk war zusätzlich zum 10 MB-Diskettenlaufwerk und zur 10 MB-Festplatte für 1985 geplant, erschien jedoch aus unbekannten Gründen nicht. Beim Bandlaufwerk (auch Streamer genannt) werden die Daten ähnlich wie bei einer Kassette auf ein Magnetband gespeichert, die Speicherkapazität richtet sich dabei in erster Linie nach der Bandlänge.

Bild: www.backntime.net (leider offline)




Eingabegeräte
Atari Mouse (STM1 / PCM1)
Atari STM1 Das am längsten produzierte Hardwareteil für die ST-Serie ist die bereits im Juni 1985 erschienene Maus vom Typ STM1. Sie arbeitet auf einer einfachen Rollkugelmechanik mit Lichtschranken für die X- und Y-Achsen sowie zwei Maustasten. Angeschlossen wird sie am Port 0 des Computers. Produziert wurde die Maus von mehreren Herstellern, darunter auch Mitsumi. Die 1987 für die PC-Serie erschienene baugleiche Maus PCM1 wurde, da sie ein helleres Gehäuse hat, ab 1990 dem Atari TT beigelegt. Produziert wurden beide Mäuse bis 1994.

Modell STM1
Hersteller diverse, u.a. Mitsumi
Produktionszeitraum 6/1985 bis ca. 1994
verwendbar an ST, Stacy, TT, Falcon, ATW800
Geräteart Maus
Technik Rollkugel mit horizontaler und vertikaler Lichtschranke, zwei Tasten
Schnittstelle Atari DB9
Neupreis



Mega ST Tastatur
Atari Mega ST Tastatur Die Tastatur, die ab 1987 dem Mega ST beigelegt wurde, war eine spürbare Verbesserung gegenüber den in den All-in-One-Computern eingebaute, recht schwammige Tastatur. Anstelle von Gummikontakten wurde hier auf Schalter gesetzt, die vom oberpfälzischen Unternehmen Cherry geliefert wurden. Auch Maus- und Joystickanschlüsse sind in der Tastatur integriert, ebenso der Tastaturprozessor HD6301. Angeschlossen wird sie über ein Spiralkabel mit RJ11-Steckern. Produziert wurde die Tastatur bis zur Einstellung des Mega ST im Jahr 1991.

Modell Mega ST Keyboard
Hersteller Cherry (Mechanik), ATMC (Gehäuse)
Produktionszeitraum 7/1987 bis 10/1991
verwendbar an Mega ST, Mega STE, TT, ATW800
Geräteart Tastatur
Technik 85 Tasten + 10 Funktionstasten
Schnittstelle RJ11 (6P6C)
Neupreis



Mega STE Tastatur
Die Tastatur des TT030 wurde bei Erscheinen des Mega STE in einem dunkler eingefärbten Gehäuse veröffentlicht, ansonsten ist sie 1:1 identisch. Die Produktion übernahm wie bei der TT-Tastatur die Firma Mitsumi. Im August 1992 wurde die Fertigung eingestellt.

Modell STE Keyboard
Hersteller Mitsumi
Produktionszeitraum 5/1991 bis 8/1992
verwendbar an Mega ST, Mega STE, TT, ATW800
Geräteart Tastatur
Technik 85 Tasten + 10 Funktionstasten
Schnittstelle RJ11 (6P6C)
Neupreis



TT Tastatur
Atari TT Tastatur Mit Erscheinen des TT030 wurde auch das Aussehen der externen Tastatur angepasst. Die bisher charakteristischen rautenförmigen Funktionstasten sind nun rechteckig und nach oben hin abgerundet, das Spiralkabel zum Anschluss an den Computer nun fest integriert. Dank einer kleinen Erhöhung an der Unterseite der Tastatur kann sie an das Gehäuse des TT (oder auch des Mega STE) „angedockt“ werden, so dass der Eindruck einer zusammenhängenden Workstation entsteht, insbesondere, wenn dann noch ein Monitor mit auf das Computergehäuse passenden Standfuß verwendet wird. Hergestellt wurde die Tastatur von Mitsumi von 1990 bis 1993.

Modell TT Keyboard
Hersteller Mitsumi
Produktionszeitraum 1990 bis 11/1993
verwendbar an Mega ST, Mega STE, TT, ATW800
Geräteart Tastatur
Technik 85 Tasten + 10 Funktionstasten
Schnittstelle RJ11 (6P6C)
Neupreis



Atari PowerPad
Atari PowerPad Der für die geplante, aber nicht erschienene Spielkonsole → Panther geplante Controller wurde ab Herbst 1993 nicht nur dem → Jaguar beigelegt, sondern auch im grauen Gehäuse mit blauen Tasten als PowerPad für die TOS-Computer vermarktet.

Modell PowerPad
Hersteller IBM
Produktionszeitraum 11/1993 bis 1994
verwendbar an 520/1040STE, Falcon, Jaguar
Geräteart Gamepad
Technik Steuerkreuz, numerisches Tastenfeld, 3 Feuertasten, 2 Optionstasten
Schnittstelle DE15
Neupreis



Sonstiges
SX212 / XM1200
Atari SX212 Das im September 1987 erschienene Modem wurde zuerst im April 1987 als XM1200 vorgestellt und war erst nur für den Gebrauch an der XE-Serie gedacht. Ab Mai 1987 wurde es dann als Universalmodem für alle Atari-Computerbaureihen präsentiert.

Modell SX212
Hersteller
Produktionszeitraum 9/1987 bis 1989
verwendbar an allen Atari- und IBM-Kompatiblen Computern
Geräteart Modem
Übertragungsrate 1200 baud
Schnittstelle RS232, SIO
Neupreis



Atari DOS-Box
Eine ab 1986 immer wieder angekündigte Hardwareerweiterung war die sogenannte DOS-Box, die einen Hardwareemulator auf Basis des Intel 8088-Prozessors enthalten und einfach mit dem ST verbunden werden können sollte. Ab etwa 1989 nahm man offenbar Abstand von den Plänen, wohl auch, um die Verkäufe der in diesem Jahr erscheinenden PC-Serie nicht zu gefährden. Die Herstellung von Hardwareemulatoren – interne wie externe Versionen – wurde später von Drittherstellern übernommen, bekannte Beispiele sind der Mac-Emulator Spectre GCR von Gadgets By Small sowie die PC-Emulatoren AT-Speed und PC-Speed von Sack Elektronik und SuperCharger von Beta Systems.


Letzte Seitenbearbeitung: 1. September 2019