Atari ST 



Die Kleinen: 130 ST, 260 ST und 520 ST
Der 130 ST kann wohl als Urvater der ST-Serie bezeichnet werden. Er wurde nach neunmonatiger Entwicklungszeit am 5. Januar 1985 auf der Winter Consumer Electronics Show in Las Vegas zusammen mit dem 520 ST vorgestellt. Auf Grund des mit 128 kB für einen Computer seiner Klasse schon damals sehr geringen Arbeitsspeichers kam das Modell jedoch nie auf den Markt – allein die Bildschirmausgabe des ST benötigt bei einer Auflösung von 640×400 Pixel 32.000 Bytes (≈ 31,25 kB). Der 520 ST war der erste auf den Markt gebrachte Atari-16-Bit-Computer. Entwickelt in neun Monaten vom Vater des Commodore 64 (Shiraz Shivji; das Design stammt von Ira Valenski), wurde er auf der Winter CES in Las Vegas im Januar 1985 erstmals vorgestellt. Sein Spitzname war „JackIntosh“ weil er deutlich billiger war als ein Apple Macintosh und über fast dieselben Bedienelemente verfügte. Bei der ersten ST-Generation bis Februar 1986 muss das Betriebssystem TOS noch von Diskette nachgeladen werden – in Deutschland wurden diese Computer als 260 ST verkauft. Das brachte Probleme mit einigen Programmen mit sich, die den Arbeitsspeicher voll nutzen wollten – hier lag nun das Betriebssystem mit nahezu 200 kB drin. Erst als die gröbsten Kinderkrankheiten beseitigt wurden und GEM-Entwickler Digital Research sich mit Mitbewerber Apple, der DR wegen der sehr hohen Ähnlichkeit des GEM zum Mac OS verklagte, über kleinere Änderungen am GEM einigte, packte man das Betriebssystem im Februar 1986 auf ROM-Bausteine und integrierte es fest in die STs. Aufgrund seiner standardmäßig eingebauten MIDI-Schnittstelle fand der Atari ST sehr schnell den Weg in die Tonstudios. Von der Fachpresse wurde der Computer seinerzeit hoch gelobt und innerhalb von drei Jahren verkaufte sich der ST rund eine halbe Million mal, davon mehr als ein Drittel in Westdeutschland. Größtes Manko der Computer ist aber die schlechte Tastatur, sie schreibt sich sehr schwammig und mit ungenauen Anschlagpunkten. Drittanbieter boten verbesserte Ersatztastaturen oder Tastenkappen an. Passend zur Bezeichnung sollte der 260 ST mit 256 kB RAM als günstigere Version des 520 ST auf den Markt kommen und dabei von Supermärkten etc. vertrieben werden, während der 520 ST vom Fachhandel verkauft werden sollte. Aufgrund fallender Speicherpreise entschied man sich allerdings bei Atari, 512 kB in den 260 ST reinzupacken (damit wurde er identisch mit dem 520 ST) und den Computer 520 STM von da ab als 520 ST zu verkaufen, diesen aber ebenfalls über den Massenhandel im Supermarkt. Lediglich die Programmiersprache ST-BASIC (später Omikron BASIC) und einige Tools (wie z. B. das Kontrollfeld) liegen auf Diskette (der sog. Language Disk) bei. Im Paket war immer ein Diskettenlaufwerk enthalten. Daneben gibt es den 520 ST+, der dieselbe Konfiguration wie der 520 ST aufweist, jedoch mit 1 MB Arbeitsspeicher bestückt wurde. Diese „kleinen“ ST-Computer wurden mit der Veröffentlichung der STE-Serie 1989 eingestellt.

Betriebssystem-Versionen:
TOS 1.00 (Disketten-TOS, 20.06.1985) – das sogenannte „Mushroom-TOS“, nur frühe 520 ST-Modelle
TOS 1.00 (Disketten-TOS, 20.11.1985) – einige 520 ST-Modelle, in der alten BRD vereinzelt auch 260 ST
TOS 1.00 (ROM-Datum 06.02.1986)
TOS 1.02 (ROM-Datum 22.04.1987)

Mit Floppy: 260 STD/STFM, 520 STF/FM und 1040 STF/FM
Bereits 1985 dachte man daran, das bislang noch externe Diskettenlaufwerk sowie das Netzteil fest in den ST zu integrieren. Die beiden Prototypen 260 STD (mit Diskettenlaufwerk auf der linken Seite) und 260 STFM sind jedoch nicht erschienen. Die Typen 520 STF und 520 STFM sind hauptsächlich in den USA und in Großbritannien zu finden. Grund hierfür war der ausgewachsene Computerspielemarkt in diesen beiden Ländern. In den USA wurde der 520 STFM ab Juli 1987 anstelle des 520 STM angeboten. (West-)Deutschland war im Computerbereich zu der Zeit sogenanntes Anwenderland, hier wurde mehr Wert auf großen Arbeitsspeicher gelegt, um auch komplexere Anwendungen stabil laufen zu lassen. Daher sind in Deutschland hauptsächlich die Rechner der Baureihe 1040 ST zu finden. Dieser mit 1 MB Arbeitsspeicher ausgestattete Rechner erschien im Frühjahr 1986. Er löste die kleineren ST-Computer sehr schnell aus den Büros, Schulen und Tonstudios ab, da eraufgrund der fehlenden externen Netzteile und des integrierten Laufwerks deutlich kompakter ist. Die Tastatur ist immer noch nicht besser, und der Mausanschluss ist schwierig zu erreichen. Der 1040 ST ist der am häufigsten anzutreffende Atari-Computer überhaupt. Der Unterschied zwischen STF- und STFM-Modellen besteht schlicht im zusätzlichen RF-Modulator zum Anschluss des STs an den Fernseher in letzterem Modell. Weiter wurden auch die Modelle 2080 ST und 4160 ST vorgestellt, wegen der zu dieser Zeit sehr hohen Speicherpreise verschwanden sie jedoch wieder vor Veröffentlichung. Der 1040 STF wurde im Herbst 1989 mit Erscheinen der STE-Serie eingestellt, der 1040 STFM erst bei Ataris Ausstieg aus dem Computermarkt im Dezember 1993, er wurde parallel zum 1040 STE zu einem deutlich günstigeren Preis verkauft.

Betriebssystem-Versionen:
TOS 1.00 (ROM-Datum 06.02.1986)
TOS 1.02 (ROM-Datum 22.04.1987)
TOS 1.04 (ROM-Datum 06.04.1989)

Mega ST
Der Mega ST (ursprünglich als ST 1 bezeichnet) kam 1987 auf den Markt. Technisch hat sich gegenüber dem 1040 ST nur wenig getan, außer dass ein neuer Erweiterungs-Bus, eine batteriegepufferte Echtzeit-Uhr und ein Blitter eingebaut wurde. Vom äußeren her hat sich sehr viel geändert: Das Gehäuse ist quadratisch, es gibt optisch angepasste Festplatten (SH, Megafile) dafür, die Tastatur ist abgesetzt und in der Qualität deutlich verbessert. Das brachte dem ST den endgültigen Durchbruch im DTP (Desktop Publishing) Bereich. In den USA wurde der Mega ST4 zusammen mit dem Monochrom-Monitor SM 124 und dem Laserdrucker SLM 804 für $ 3.998 angeboten – ein IBM-Laserdrucker kostete alleine schon rund $ 5.000. 1991 wurde er vom Mega STE abgelöst.

Betriebssystem-Versionen:
TOS 1.02 (ROM-Datum 22.04.1987)
TOS 1.04 (ROM-Datum 06.04.1989)

Weiteres
Immer wieder gab es freilich Weiterentwicklungen, so wurde im Oktober 1985 eine zum Zeitpunkt der Ankündigung serienreife steckbare Grafikerweiterung, die die Bildschirmausgabe um das fünf- bis zwanzigfache beschleunigen sollte, ein ST mit 8 MB Arbeitsspeicher, eine 32-Bit-Erweiterung für den DMA-Port sowie zwei Netzwerklösungen – eine für die MIDI-Schnittstellem, die andere für den DMA-Port – und das Betriebssystem UNIX angekündigt. Nichts davon erschien, aber die Ideen wurden teils von Drittherstellern aufgegriffen (z. B. OverScan und EtherNEA).
Technische Daten

Prozessor Motorola MC 68000
Taktfrequenz 8 MHz
Arbeitsspeicher (RAM) 128 kB (130 ST)
512 kB (260 ST/STD/STFM, 520 ST/STF/STFM/STM)
1 MB (520 ST+, 1040 STF/STFM, Mega ST1
2 MB (2080 ST, Mega ST2)
4 MB (4160 ST, Mega ST4)
Festspeicher (ROM) 16 kB (Modelle mit RAM-TOS)
192 kB (Standard)
Betriebssystem TOS 1.00
TOS 1.02
TOS 1.04
Grafikchip Atari Shifter
Mega ST und STF/STFM ab 1987 mit Grafik-Coprozessor Blitter
Auflösungen (Farben) 320 × 200 (16) - Farbmonitor oder Fernseher benötigt

640 × 200 (4) - Farbmonitor oder Fernseher benötigt

640 × 400 (2) - Monochrommonitor benötigt
Farbpalette 512
Soundchip Yamaha YM-2149 oder GI AY-3-8910
Soundkanäle 3 PSG + Rauschgenerator
Interne Laufwerke Diskette 3½" DD 720 kB (nur STF, STFM und Mega ST)
Tastatur Schreibmaschine, 85 Tasten + 10 Funktionstasten
Ankündigung November 1984 (130 ST und 520 ST)
5. Januar 1985 (260 ST)
3. September 1986 (2080 ST)
10. Januar 1987 (520 STFM)
Vorstellung 5. Januar 1985 (130 ST und 520 ST)
2. Juni 1985 (260 ST, 260 STD)
4. September 1985 (260 STFM)
9. Januar 1986 (STF/STFM)
8. Januar 1987 (Mega ST)
Im Handel Juni 1985 (520 ST)
September 1985 (260 ST, 520 STM, 520 ST+)
März 1986 (STF/STFM)
Juli 1987 (520 STFM)
2. Oktober 1987 (Mega ST2, Mega ST4)
1988 (Mega ST1)
Eingestellt März 1986 (520 ST)
Juli 1987 (260 ST)
Oktober 1989 (520 ST+/STM/STF/STFM, 1040 STF)
Oktober 1991 (Mega ST)
Dezember 1993 (1040 STFM)

Bilder
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520 ST 1040 ST Mega ST 130 ST
Atari 520 ST

Das gleiche Gehäuse benutzen die Modelle 130 ST, 260 ST, 520 ST+ und 520 STM
Atari 1040 STF

Das gleiche Gehäuse benutzen die Modelle 520 STF, 520 STFM, 260 STD, 260 STFM, 1040 STFM, 2080 ST und 4160 ST
Atari Mega ST

Beide Versionen, die obere mit dem kleinen Auswurfknopf wurde ab 1989 ausgeliefert und hieß nur noch Atari Mega.
Atari 130 ST

Bild © VintageComputer.net
260 STD 260 STFM 2080 STF 2080 STF
Atari 260 STD

Man beachte, dass sich das Diskettenlaufwerk hier noch links befindet

Bild mit freundlicher Genehmigung von Peter Lüke
Atari 260 STFM Atari 2080 ST

Hier die Version mit deutscher Tastenbelegung und blauen Schildern, die im ehemaligen Jugoslawien verkauft wurde. Denkbar ist, dass es sich bei diesem Beispiel um einen vom Zwischenhändler selbst erweiterten und mit neuen Typenschildern versehenen 1040 STF handelt, man beachte das doch sehr Atari- untypische Schild.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Tomaz Kac
Atari 2080 ST

Französische Version. Im Gegensatz zum jugoslawischen Modell sieht das Typenschild hier echt aus.
Computer des Jahres 1988 Rückseite 520 ST linke Seite 520 ST linke Seite 520 ST
„Computer des Jahres“ 1988 in der Kategorie Home-Computer wurden Atari 520 ST und 1040 ST und 1985 in der Kategorie Personal Computer der 520 ST, der Preis wird durch die Fachzeitschrift CHIP verliehen. Rückseite der Rechner 130 ST, 260 ST, 520 ST und 520 ST+

Anschlüsse und Schalter von links nach rechts: Reset-Knopf, An/Aus-Schalter, Netzteil, MIDI out MIDI in, Monitor, parallele Schnittstelle, serielle Schnittstelle, Diskettenlaufwerk, ACSI-Schnittstelle
linke Seite der kleinen STs, hier befindet sich nur der Modulschacht rechte Seite der kleinen STs, hier befinden sich die Anschlüsse für Maus und Joysticks
Rückseite 520 STM Rückseite 1040 STF Rückseite 1040 STFM linke Seite 1040 ST
Rückseite des 520 STM Rückseite der Rechner 520 STF, 1040 STF, 2080 ST und 4160 ST Rückseite von 520 STFM und 1040 STFM linke Seite der Floppy-STs
Mausanschlüsse 1040 ST Rückseite Mega ST linke Seite Mega ST Anschlüsse Mega ST-Tastatur
Die Maus- und Joystickanschlüsse am 1040 ST befinden sich an der Unterseite unter dem numerischen Tastenblock Rückseite des Mega ST linke Seite des Mega ST Anschlüsse der Mega ST-Tastatur
Mauskabelführung Abschirmung des 520 ST Abschirmung des 1040 ST Abschirmung des Mega ST
Mauskabelführung in der Tastatur des Mega ST, diese ist bei einigen Modellen der Maus nicht ganz ungefährlich: Zeitweise wurden nämlich etwas dickere Kabel verwendet, die dann beim Einlegen in die Führing aufscheuerten. Abschirmung 260 ST / 520 ST Abschirmung 1040 ST Abschirmung Mega ST
Mainboard 520 ST Mainboard 520 STM Mainboard 1040 STF Mainboard 1040 STFM
260 ST / 520 ST
Mainboard C070243
520 STM
Mainboard C070243
1040 STF
Mainboard C070523
1040 STFM
Mainboard C070789
Mainboard 520 STFM Mainboard 1040 STF Mainboard 1040 STFM Mainboard Mega ST2
520 STFM
Mainboard C070789
1040 STF
Mainboard C070859-001
1040 STFM
Mainboard C070859-001
Mega ST2
Mainboard C100167-001
Mainboard Mega ST4 Mainboard Mega ST2 Mainboard Mega ST1 Tastatur des Mega ST
Mega ST4
Mainboard C100167-001
Mega ST2
Mainboard C100501-001
Mega ST1
Mainboard C103277
Tastatur des Mega ST
1040 ST mit Chinon-Laufwerk 1040 ST mit Epson-Laufwerk Batteriefach im Mega sT Mega-Bus
1040 ST, rechte Seite: frühe Version mit großem Auswurfknopf, in der Regel ist dort ein Diskettenlaufwerk vom Typ Chinon F-354 verbaut. Meistens ist in diesen Rechnern die TOS-Version 1.00 oder 1.02 zu finden. 1040 ST, rechte Seite: spätere Version mit kleinem Auswurfknopf und Schutzklappe, dies hatten die später verwendeten Laufwerke von Sony (MP-F11W), Mitsumi (D357T) und Epson (SMD-380, seltener SMD-300) Batteriefach für die Pufferbatterien (zwei Mignonzellen) im Mega ST Erweiterungsmöglichkeit im Mega ST: Der Mega-Bus
Aufgerüsteter Mega ST Speichererweiterung für den Mega ST Crazy Dots Grafikkarte TOS 2.06
Aufgerüstet: Crazy Dots-Grafikkarte samt 15-Bit-Farberweiterung sowie eine Speichererweiterung auf 4 MB in einem Mega ST 2 Speichererweiterung für den Mega ST Crazy Dots Grafikkarte für den Mega ST, inkl. 15-Bit-Farberweiterung Nachgerüstetes TOS 2.06 im Mega ST
Atari SM 124
Monochrom-Monitor
(1985–1991)

hergestellt von GoldStar, Bildröhre 12 Zoll, Auflösung 640×400 Pixel, Bildwiederholfrequenz 72 Hz.
Atari SM 125
Monochrom-Monitor
(1989–1990)

hergestellt von AOC, Bildröhre 12 Zoll, Auflösung 640×400 Pixel, mit Fuß
Atari SM 144
Monochrom-Monitor
(1990–1991)

hergestellt von GoldStar, Bildröhre 14 Zoll, Auflösung 640×400 Pixel, mit Fuß für den Atari Mega STE
Atari SM 146
Monochrom-Monitor
(1991–1993)

hergestellt von AOC, Bildröhre 14 Zoll, Auflösung 640×400 Pixel, mit Fuß für den Atari Mega STE
Atari SM 147
Monochrom-Monitor
(1993)

hergestellt von Quadrant (= Quadrant QC 1438), Bildröhre 14 Zoll Flatscreen, Auflösung 640×400 Pixel, Vertrieb nur in Nordamerika
Atari SM 194
ECL-Großbildschirm
(1987–1990)

hergestellt von Moniterm, Bildröhre 19 Zoll, Auflösung 1280×960 Pixel, er kann nur am Atari Mega ST/Mega STE mit Grafikkarte oder am Atari TT betrieben werden.
Atari SC 1224
Farbmonitor
(1985–1990)

hergestellt von GoldStar, Bildröhre 12 Zoll, Auflösungen 320×200 und 640×200 Pixel
Atari SC 1224
Farbmonitor
(1985–1987)

hergestellt von JVC, Bildröhre 12 Zoll, Auflösungen 320×200 und 640×200 Pixel, Vertrieb nur in Nordamerika
Atari SC 1224
Farbmonitor
(1985–1987)

hergestellt von Samsung, Bildröhre 12 Zoll, Auflösungen 320×200 und 640×200 Pixel, Vertrieb nur in Nordamerika
Atari SC 1425
Farbmonitor
(1990–1991)

Bildröhre 14 Zoll, Auflösungen 320×200 und 640×200 Pixel
Atari SC 1435
Farbmonitor
(1991–1993)

hergestellt von Philips (baugleich mit Philips CM8833-II und einigen Commodore 1084S-Modellen), Bildröhre 14 Zoll, Auflösungen 320×200 und 640×200 Pixel, Stereo-Audioausgabe
Atari PS 3000
Farbmonitor mit Laufwerk
(1985–1986)

hergestellt von JVC, Bildröhre 12 Zoll, Auflösungen 320×200 und 640×200 Pixel, mit eingebautem Diskettenlaufwerk (3½ Zoll, 360 kB), Vertrieb nur in Nordamerika
Atari SF 314
Diskettenlaufwerk
(1985–1993)

Format 3½ Zoll doppelseitig (720 kB), Spurdichte 135 tpi.
Atari SF 354
Diskettenlaufwerk
(1985–1989)

Format 3½ Zoll einseitig (360 kB), Spurdichte 135 tpi.
Atari SF 324
Diskettenlaufwerk
(vorgestellt 1985)

Das Laufwerk mit den unbekannten Daten (abgesehen von der 3½-Zoll-Diskette) schaffte es nicht in den Handel.
Atari ???
Bandlaufwerk
(vorgestellt 1986)

Einziges Bandlaufwerk von Atari, es kam nicht in den Handel.

Bild von backntime.net
Atari SH 204
Festplatte
(1986–1988)

im Entwicklungsstadium SH 324, mit 20 MB Kapazität, Anschluss über DMA-Port. Auch eine 10-MB-Version unter der Bezeichnung SH 104 war geplant.
Atari SH/Megafile
Festplatte
(1987–1990)

Die Festplatte gab es mit 20 (SH 205/Megafile 20), 30 (Megafile 30) und 60 MB Kapazität (Megafile 60), Anschluss am DMA-Port
Atari Megafile 44
Wechselplattenlaufwerk
(1989–1990)

In der Entwicklung noch SR 144 bzw. SR 444. Kapazität pro Medium 44 MB. Verbaut ist das Laufwerk Syquest SQ555, angeschlossen wird das Laufwerk am DMA-Port
Atari CDAR 504
CD-ROM-Laufwerk
(1986–1989)

Einziges offizielles CD-ROM-Laufwerk von Atari für die ST-Serie, es wird am DMA-Port angeschlossen. Vorgestellt wurde es auf der Summer CES 1985 als CDAR 500. Außerdem ist es auch als eigenständiger CD-Spieler verwendbar, es besitzt Audio-Ausgänge und eine abnehmbare Fernbedienung.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Matthias Wittland
Atari CDAR 504

Fernbedienung am Gerät und abgenommen mit offenem Batteriefach

Bild mit freundlicher Genehmigung von Matthias Wittland
Atari CDAR 504

Rückseite, zu erkennen sind die beiden Audioausgänge links oben und die beiden DMA-Ports.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Matthias Wittland
Atari CDAR 504

Innenleben

Bild mit freundlicher Genehmigung von Matthias Wittland
Atari CDAR 504

geöffnete Schublade

Bild mit freundlicher Genehmigung von Matthias Wittland
Atari SMM 804
Nadeldrucker
(April 1986–Mai 1989)

baugleich mit dem Atari XMM 801. Papierformat max. DIN A4 bzw. US Letter, Einzelblatt- und Endloseinzug, Druck mit neun Nadeln, Anschluss am Parallelport. Pläne gab es zudem für weitere Nadeldrucker unter den Modellnummern SMM 810 (= Star LC-10) und SMM 824 (24 Nadeln)
Atari SLM 804
Laserdrucker
(Jan. 1987–Dez. 1990)

Papierformat max. DIN A4 bzw. US Letter, Einzelblatteinzug, Anschluss über SLMC 804 am DMA-Port
Atari SLM 605
Laserdrucker
(Dez. 1990–Dez. 1993)

Papierformat max. DIN A4 bzw. US Letter, Einzelblatteinzug, Anschluss über SLMC 804 am DMA-Port
Atari SLMC 804
DMA-Controller
(1987–1993)

Dieser wird für den Betrieb der beiden Laserdrucker benötigt
[Keine Bilder vorhanden]
Atari STC 504
Farb-Thermodrucker
(vorgestellt April 1986)

Papierformat max. DIN A4 bzw. US Letter, Einzelblatt- und Endloseinzug, Farbdruck möglich, Anschluss am Parallelport. Nicht am Markt erschienen.

Bild © The Atari Historical Society
Atari SX 212
Modem
(1986–1989)

Max. Geschwindigkeit 1200 baud, Anschluss an der seriellen Schnittstelle. Es kann dank SIO-Schnittstelle auch an allen Atari 8-Bit-Heimcomputern betrieben werden. Vertrieb nur in Nordamerika.
Atari STM 1
Maus
(1985–1994)

Diese Maus wurde von Anfang bis Ende der ST-Serie produziert und jedem Rechner beigelegt. Sie gilt auch als die erste serienmäßige Zweitastenmaus am Computermarkt. Durch ihre Schwergängigkeit gab es aber bald dutzende alternative Mäuse anderer Hersteller am Markt.
Für folgende Geräte existierten Pläne, die jedoch nie oder unter anderen Bezeichnungen ausgeführt wurden:

Atari SM 144 (1990): tragbare Variante mit geprägtem Atari-Logo auf Rückseite und Tragegriff
Atari SH 317 (1985): Festplatte mit 10 MB
Atari SDM 124 (1985): Typenraddrucker, baugleich mit Atari XDM 121
Atari STC 204 (1985): Thermodrucker

Nachfolgend Bilder des ersten handverdrahteten ST-Prototypen, die mir mit freundlicher Genehmigung von Bob Lash zur Verfügung gestellt wurden. Die Boards sind im Besitz von Leonard Tramiel. Die Bilder können zum Vergrößern angeklickt werden.



Werbespot „Marketing“ (AVI-Format, 1.8 MB, englisch, 160×120)
Werbespot „Mega ST vs. Macintosh“ (AVI-Format, 0.9 MB, englisch, 160×120)
Letzte Bearbeitung: 27. Oktober 2015