


Sehr zukunftsweisend war das auf der CeBIT '91 in Hannover vorgestellte Pentop ST-Pad „Stylus“, welches von Präsident Sam Tramiel selbst präsentiert wurde. Statt einer Tastatur wird zur Eingabe ein Eingabestift („Pen“) verwendet, dieser übernimmt die Maus- und Tastaturfunktionen auf dem drucksensitiven Monochrom-LCD. Die Texteingabe erfolgt handschriftlich, die Atari-eigene Schrifterkennung wandelt auch die übelste Handschrift in lesbaren ASCII-Code um, da im Gegensatz zur allgemein bekannten OCR-Schrifterkennung, die einzelne Pixelgruppen auswertet, bei der ST-Pad-Schrifterkennung die Bewegung des Pens auf dem Bildschirm analysiert wird. Im Betriebssystem selbst wird dabei eine Tastatur emuliert und das entsprechende Zeichen auf dem Bildschirm ausgegeben. Ebenso wie das Notebook ST Book erreicht das Pentop eine maximale Betriebsdauer von 10 Stunden. Als Massenspeicher kommen Speicherkarten im JEIDA-Format zum Einsatz, die jeweils bis zu 4 MB aufnehmen können. Die Karten wurden daher gewählt, da die Disketten zu langsam und speichermäßig zu klein und deren Laufwerke zu groß waren, und Festplatten, wenn auch mittlerweile im 2½"-Format verfügbar, immer noch störanfällig waren. Das ST Pad lässt sich durch eine externe Tastatur und eine externe Festplatte in einen vollwertigen ST-Computer verwandeln, der etwa dem 1040 STE entspricht. Es wird behauptet, dass weltweit etwa eine Handvoll funktionsfähiger Geräte in Umlauf ist. Die Einführung des Gerätes am Markt scheiterte laut Atari am Preis. Später wurde das Konzept mehrmals von anderen Herstellern wieder aufgegriffen, zuletzt im Januar 2010 mit dem Apple iPad.

| Prozessor | Motorola 68000, 8 MHz |
| Arbeitsspeicher (RAM) | 1 MB |
| Festspeicher (ROM) | 256 kB |
| Betriebssystem | TOS 2.08 |
| Auflösung | 640 × 400 |
| Farben | 2 |
| Display | drucksensitives LCD, ca. 11" |
| eingebaute Laufwerke | 2 Kartensteckplätze im JEIDA-Format, je max. 4 MB |
| Vorstellung | März 1991, CeBIT Hannover |