

Das
5200 SuperSystem sollte eigentlich der Nachfolger für die doch
schon etwas in die Jahre gekommene 2600-Konsole
werden. Die Leute dachten, es wäre Ataris Antwort auf
Colecovision - geplant war sie aber als direkter Konkurrent zu Mattels
Intellivision. Leider ist diese Konsole völlig inkompatibel zu
seinem Vorgänger - die Module lassen sich nicht
weiterverwenden - später gab es jedoch den Adapter CX-55 zu
kaufen, mit dem 2600-Spiele auf dem 5200 gespielt werden können.
Größtes Ärgernis
dürfte aber der Analog-Joystick sein - er zentriert
sich nicht von selbst. Außerdem sind die Ausmaße
des 5200 riesig - es benötigt fast die doppelte
Grundfläche eines VCS. Der Atari 5200 nutzt die
Computerbaureihe 400 als
Basis. Die Stromversorgung
der 4-Port-Variante ist sehr interessant: Die Konsole besitzt keine
Netzanschlussbuchse, sie erhält den Strom
über das Kabel von der Atari-Switchbox, an dem sowohl das
Antennenkabel als auch das Netzteil angeschlossen
werden. Außerdem ist ein bisher nicht
genutzter Erweiterungsbus vorhanden. Die Konsole gibt es in zwei
Ausführungen: einmal mit zwei und einmal mit vier Joystick-Ports.
Die 5200-Konsole ist nur in Nordamerika erschienen. Im Februar 1984
wurde die Konsole vom Markt genommen. Nachfolger ist das Atari 7800 ProSystem, welches erstmals
im Juni 1984 verkauft wurde. PAM ist hierbei nicht, wie sonst
üblich, der Name einer Angestellten, sondern steht
für Personal
Arcade Machine. Die Verkaufszahlen des 5200 wurden im Mai 1984 auf eine Million angegeben.

Technische Daten
| Prozessor | MOS 6502A |
| Taktfrequenz | 1,77 MHz |
| Arbeitsspeicher | 2 kB |
| Modulgröße | max. 32 kB |
| Grafikchips | Atari ANTIC + Atari GTIA |
| Auflösung | 320 × 200 |
| Farbpalette | 256 (8-16 gleichzeitig) |
| Sprites | 8 |
| Soundchip | Atari POKEY |
| Soundkanäle | 4 PSG |
| Controllerports | 4, spätere Versionen 2 |
| Spiele | 110 |
| Start | Ankündigung 8. Juni 1982 Auslieferung Oktober 1982 |
| Stopp | Februar 1984 |
| Einordnung | 2. Konsolengeneration (1976-1984) |