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Atari 2600 Video Computer System
Codename „Stella“

Atari 2600 Heavy Sixer
1. Version: Der Heavy Sixer „Mfg. in Sunnyvale“, 1977-1978.
Man beachte die leicht geschwungene Front und die scheinbar massive Unterschale (Seitenwände) im Gegensatz zu den neueren „Standard-Sechsern“.


1977, noch unter Bushnells Leitung, brachte Atari eine der bis heute erfolgreichsten und am längsten produzierte Spielkonsole der Welt heraus: Das Video Computer System (Entwicklungsname „Stella“, nach der Marke des Fahrrads eines Mitarbeiters). Technisch den späteren Konkurrenten weit unterlegen, hatte es durch die riesige Spieleauswahl aber die meisten Käufer angesprochen. Im ersten Bild unten ist die Ur-Version (Spitzname Heavy Sixer, „Heavy“ wegen dem gegenüber den Nachfolgeversionen höheren Gewicht, und „Sixer“ wegen der 6 Metall-Schalter auf der Vorderseite). Diese erste Version wurde zusammen mit zwei Joysticks, einem Satz Paddles und dem Spiel „Combat“ ausgeliefert. 

Bereits 1978, kurz nach der Übernahme Ataris durch Warner, kam ein etwas kantigeres VCS heraus. Zusammen mit dem Spielmodul „Space Invaders“ war diese Version DER Renner des Weihnachtsgeschäftes 1978. 1980 folgte die dritte Version, nun sind die Schalter für den Schwierigkeitsgrad auf die Rückseite gewandert. Im ersten Halbjahr 1981 kam der Atari 2600 auch nach Westdeutschland. Ausgeliefert wurde hier anfangs das 6-Schalter-Modell. 1982 kam im Mutterland dann die vierte Version, jetzt offiziell als „Atari 2600“ vermarktet. Ihr Spitzname ist wegen der schwarzen Blende und wegen dem neu erschienen Spiel zum Film „Star Wars - The Empire Strikes Back“ Vader. Bis auf die schwarze Blende und die fehlende orange Umrandung des „Höckers“ ist die Konsole identisch mit dem 1980er-Modell. Ausgeliefert wurde es mit dem Spiel „Pac-Man“ aus dem Hause Namco.

Nur ein Jahr später wurde die Junior-Serie (Entwicklungsname „Bonnie“, Prototyp 2200) vorgestellt: Deutlich kleiner und kompakter, aber innen noch dieselbe Technik. Mittlerweile gab es von Atari schon das 5200 SuperSystem. Im selben Jahr kam der große Videospiele-Crash, da die Heimcomputer erheblich leistungsfähiger waren als die Konsolen und die meisten Spiele bereits auch für die Computer erhältlich waren. Daher konnte sich das Modell mit dem schwarzen Streifen kaum durchsetzen und ist heute ein gesuchtes Sammlerstück. Nach der Übernahme Ataris durch Jack Tramiel wurde die 2600-Serie auf Eis gelegt. Erst 1986 kam dann die sechste und siebte Version des 2600, wieder Junior-Konsolen, diesmal mit Metallblende. Die Konsole wurde wieder zum Renner und wurde zusammen mit 32 Spieleklassikern auf einem Modul ausgeliefert. Ende der Produktion der 2600-Serie war dann 1991. Das letzte von Atari produzierte Spiel war „Secret Quest“ (Modell CX 26170), entwickelt von Nolan Bushnell.

Bis heute hielt sich keine Spielkonsole technisch unverändert so lange am Markt wie das Atari 2600 System (1977-1991). Es gab eine Philosophie der Spieleentwickler: Man kann Panzer, Autos, Häuser oder andere Sachen in die Luft jagen, aber es gibt fast kein Spiel für den 2600, in dem Menschen angegriffen werden - einzige Ausnahme seitens Atari ist das Spiel „Outlaw“. Insgesamt wurde die Konsole ca. 30 Mio. mal verkauft, es gibt mehr als 500 Spiele und fast fünfmal so viele Module. AtariAge ist eine Community, von der einige Mitglieder auch heute noch Spiele entwickeln und alte überarbeiten.


CX-2600A
Version 2: CX-2600 mit etwas kantigerem Gehäuse, 1978-1980

CX-2600A
Version 3: CX-2600A (1980-1982) mit Joystick CX 40

Sie unterscheidet sich in mehreren kleinen Details vom CX-2600: Die Schalter für die Schwierigkeitsgrade sind auf die Rückseite gewandert, die Joystickports sitzen nicht mehr ganz hinten, sondern auf der Rückseite des Höckers, der Kanalwahl-Schalter, bislang an der Unterseite, ist nun ebenfalls auf der Rückseite, und bei der Beschriftung werden Großbuchstaben verwendet.


CX-2600A
Version 4: CX-2600A (1982-1983)
Spitzname „Vader” wegen der schwarzen Front, ab jetzt offiziell als „Atari 2600“ bezeichnet


2600 jr
Version 5: Atari 2600 jr. (1983)

Die seltene Version mit der schwarzen Kunststoffblende. Es wird davon ausgegangen, dass das Modell nur für den irischen Markt gedacht war, wo sich auch eine Produktionsstätte für Atari-Spielkonsolen befand.


2600 jr
Version 6: 2600 jr mit Metallblende und kurzem, eingeprägten Regenbogenstreifen (1986-1988)


2600 jr
Version 7: Häufigste Juniorvariante mit auflackiertem Regenbogenstreifen (1988-1991)

2600jr
Version 8: Atari 2600 jr. in weiß (Prototyp)
Bild © Atari Historical Society

Technische Daten:
Prozessor MOS 6507
Taktfrequenz 1,19 MHz
Arbeitsspeicher 128 Bytes
Modulgröße max. 32 kB
Grafikchip Atari TIA
Auflösung 160 × 200
Farbpalette 128 (16 gleichzeitig)
Soundchip Atari TIA
Soundkanäle 2 Pulse Code Generated
Tonhöhe 5 Bit
Controllerports 2
Verkaufte Einheiten ca. 30 Millionen
Spiele ca. 500-600 (ohne Clones und Pirates)
Start Beginn der Entwicklung: 1975
Vorstellung: Juni 1977

Veröffentlichungen:
CX 2600: Oktober 1977
CX 2600 A: 1980
CX 2600 JR: 1983, erneut 9.1.1986
Stopp CX 2600: 1980
CX 2600 A: 1985
CX 2600 JR: 24. Dezember 1991
Einordnung2. Konsolengeneration (1976-1984)




Spielekatalog von 1981
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Werbung von 1986 - hier wird die Konsole als „VC 2600“ bezeichnet
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Cosmic Ark (US-Fernsehen, 1 MB, WMV-Format, englisch)
 Pitfall (US-Fernsehen, 1,1 MB, WMV-Format, englisch)
 Atari 2600 Werbespot „Entdecken Sie die fantastische Welt von Atari“ (Deutsches Fernsehen, 6,3 MB, 720 × 526, MPEG-Format, deutsch)
 Atari 2600 Werbespot „Wollt ihr telespielen?“ (Deutsches Fernsehen, 7 MB, 720 × 526, MPEG-Format, deutsch)
 Atari 2600 + Space Invaders Werbespot (Britisches Fernsehen, 7,7 MB, 320 × 240, MPEG-Format, englisch)
 Atari 2600 Werbespot „The Only…“ (US-Fernsehen, 2,9 MB, 160 × 120, MOV-Format, englisch)
 Atari 2600 jr. Werbespot „The Fun is Back“ (US-Fernsehen, 1,5 MB, AVI-Format, englisch)
 Star Raiders & Berzerk (US-Fernsehen, 960 KB, AVI-Format, englisch)
Für die oberen beiden Videos ist der Windows Media Player, für die restlichen Videos der QuickTime Player nötig, alternativ geht auch der VLC

Spielkonsolen
Pong (1974-1979) - Video Pinball (1976-1978) - Stunt Cycle (1977-1979) - 2600 (1977-1992) - Touch Me (1978-1979) - 2800 (J, 1982-1983) - 5200 (USA/CDN, 1982-1984) - 7800 (1983-1992) - XE Game System (1987-1988) - Lynx (1989-1994) - Jaguar (1993-1996) - Flashback (2004-2005) - Flashback 2.0 (2005-2006)