

Der Atari 600 XL war der Nachfolger für den Atari 400. In einem deutlich flacheren und kleineren Gehäuse kam er im Oktober 1983 für 199 $ auf den Markt. Auch der 600 XL beinhaltet nur 16 kB RAM, was selbst 1983 schon etwas knapp bemessen war. Den Speicher kann man aber mit dem Modul „1064“ auf 64 KB erweitern, durch Eigenbau-Maßnahmen ist auch deutlich mehr möglich. Späte Modelle wurden in Kanada auch mit 64 kB ausgeliefert. Die Anzahl der Joystick-Ports wurde von 4 auf 2 reduziert. Der Atari 600 XL ist modulmäßig zu 100% kompatibel mit dem Atari 400, bei Disketten/Kassetten-Software kann es wegen dem geänderten OS doch vereinzelt zu Schwierigkeiten kommen. Die amerikanische Version wurde ohne Monitorport ausgeliefert. Zeitgleich mit dem 600 XL kam der 800 XL und eine neue Peripherie-Generation auf den Markt. Niemand ahnte, dass Atari bereits kurz vor der Pleite stand. Der 600 XL war der letzte 16k-Heimcomputer von Atari, einen Nachfolger für ihn gab es nicht.



Technische Daten
| Prozessor | MOS 6502C |
| Taktfrequenz | 1,77
MHz (NTSC) 1,79 MHz (PAL) |
| Arbeitsspeicher | 16 kB 64 kB mit Modul 1064 64 kB (späte Kanada-Version) |
| Festspeicher | 24 kB |
| Grafikchips | ANTIC + GTIA |
| Auflösungen | 80 × 192 160 × 192 320 × 192 |
| Farbpalette | 256 |
| Soundchip | POKEY |
| Soundkanäle | 4 PSG |
| Controllerports | 2 |
| Tastatur | Schreibmaschine, 57 Tasten + 5 Funktionstasten |
| Start | Vorstellung
Juni 1983 Auslieferung Oktober 1983 |
| Stopp | Juli 1984 |


8-Bit-Computer Serienmodelle
400 (1979-1983)
- 800 (1979-1983)
- 1200
XL (USA/CDN, 1983) - 600 XL (1983-1984)
- 800 XL (1983-1986)
- 65 / 800 XE (1985-1992)
- 130 XE (1985-1992)
- XE Game System
(1987-1992)