Musikwelt: Von Jukeboxen und Synthesizern

Unterhaltungsindustrie schließt die Musik auch immer mit ein. Aus welchen Beweggründen die Musikbranche jedoch beim Arcadespiel-Produzenten Atari Einzug gefunden hat, ist historisch nicht ganz klar – vielleicht war es zu Beginn auch einfach nur eine Laune des Managements oder der Entwickler.

Die Jukeboxen von Atari-France und Europe Electronique
Atari Concerto 120 Im September 1974 kaufte die französische Atari-Tochter die Hälfte der Anteile am Jukebox-Hersteller Socodimex in Baume-les-Dames, was es dieser Firma erlaubte, die erst kürzlich geschlossene und seit der Schließung staatseigene Firma Electro-Kicker, die unter anderem die Jupiter Jukeboxen herstellte, wiederzueröffnen. Dort ließ man ab 1976 Jukeboxen unter der Marke Atari fertigen. Im selben Jahr jedoch wurde die Sparte schon wieder an Europe Electronique SA weiterverkauft, die Marke Atari von dieser Firma aber noch bis 1978 genutzt. Insgesamt erschienen 1976 und 1977 sieben solcher Groschengräber unter der Marke Atari.


Atari Video Music - der elektronische Visualizer
Atari Video Music Mit Video Music erschien 1977 ein elektronischer Musikvisualizer für zu Hause. Hierbei werden Töne von der Hardware analysiert und als Bildsignale in Form von Farben und geometrischen Formen auf einem Fernseher ausgegeben. Das Gerät erwies sich allerdings als nicht besonders markttauglich und wurde schon 1978 wieder zurückgezogen. Die Idee allerdings überlebte, sie kam beispielsweise im Jaguar CD-Laufwerk als Virtual Light Machine zum Einsatz, auch im Nuon und den Abspielprogrammen Winamp, iTunes und Windows Media Player ist die Technik zu finden.


Der Hotz MIDI Translator
Hotz MIDI Translator Jimmy Hotz und Mick Fleetwood taten sich Ende der 1980er Jahre zusammen, um einen digitalen Synthesizer zu entwickeln. Geldgeber der Entwicklung war die Atari Corporation, deren ST-Computer bereits seit einigen Jahren bei Musikern sehr beliebt waren. Aus dieser Entwicklung ging schließlich der Hotz MIDI Translator hervor, der ab 1989 präsentiert wurde und 1990 auf den Markt kam. Ein seinerzeit revolutionäres System, der Synthesizer bietet zahlreiche nicht beschriftete und damit beliebig belegbare drucksensitive Pads. 1993 wurde die Hardware zur Software und als Hotz Translator for Windows vertrieben.
Letzte Seitenaktualisierung: 6.1.2020
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