Werk XXXIV
Fort Unterer Eselsberg
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Reduit von der Werksseite, links das Werkstor

Lage und heutige Nutzung
Das Fort liegt hat die Adresse Mähringer Weg 75 und ist mit der Buslinie 3 (Wissenschaftsstadt, Haltestelle Fort Unterer Eselsberg) erreichbar. Das Fort ist als Parkanlage offen, der rechte Frontgraben ist unzugänglich, da er zur Hindenburgkaserne (belegt vom GebFmBtl 210 der GebJgBrig 23) der Bundeswehr gehört. Das Reduit wird vielfältig genutzt, so befinden sich verschiedene Vereine (Verein zur Förderung der Freien Kultur Ulm e.V.; Rosige Zeiten Ulm/Neu-Ulm e.V.; Hexenhaus e.V.), der Treff Fort Eselsberg, das Begegnungszentrum Fort Unterer Eselsberg, die Astronomische Arbeitsgruppe Ulm,  und der Stamm Ulm-Nord der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg darin.

Festungsteile in der Umgebung:

Werke der Bundesfestung:
• Werk XXXIII Fort Söflinger Turm (900 m südwestlich)
• Werk XXXV Nebenwerk Oberer Eselsberg (1,5 km nordwestlich)
• Werk X Kienlesbergbastion (1 km südwestlich)
• Werk XII Wilhelmsburg (1,4 km östlich)
• Werk XIV Linke Redoute (1 km nordöstlich)

Friedensbauwerke 1901-10:
• Infanteriestützpunkt Weinberge (1 km westlich)

Armierungsbauwerke (nicht alle gebaut):
• Artillerieraum 15 (1 km nordwestlich)
• Munitionsraum 6 (800 m nördlich)
• Pumpstation Lehrer Tal (500 m nordöstlich)
• Schützengraben 31 (900 m nordwestlich)
• Stützpunkt 32 (1 km westlich)

Aufbau und Baugeschichte des Werks
Erbaut zwischen 1848 und 1856 unter Leitung des königlich württembergischen Oberleutnants Faber du Faur, es konnte mit maximal 684 Mann belegt werden. Bestandteile des Forts waren eine umlaufende Wallanlage mit Pulvermagazin im rechten und Kehlbatterie im linken Wall, ein rundum laufender trockener Graben, einer Doppelcaponniere, einer Hohltraverse und einer starken Mörserbatterie im Saillant und einem Reduit in der Mitte der Kehlseite. Das Werk ist annähernd vierecking aufgebaut, so dass ihm die Flanken fehlen. Das Reduit reicht an beiden Enden als Traditoren über die Kehlmauer in den Kehlgraben hinein. Bei der Modernisierung der Werke wurde 1880 die Hohltraverse mit Erde ummantelt und das Reduit erhielt einen Nebenausgang in den Werkshof. Ab 1901 wurde am rechten Kehlgraben eine Munitionsanstalt eingerichtet.

Nutzungsgeschichte
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem das Fort und insbesondere das Reduit schwer beschädigt wurden, wurden im Reduit das Staatliche Beschussamt, eine Hundestaffel und ein Posten der Polizei einquartiert. Mit der Restaurierung wurde 1985 durch die Stadt begonnen. Auf dem linken Wall sind immer noch Bombenkrater vorhanden. Seit der Instandsetzung des Reduits haben verschiedene Vereine und Gruppen dort ihre Heimat (siehe oben).V


Weitere Bilder

Geschützstände auf dem rechten Wall


Hohltraverse (oben) und Poterne im Saillant des Walls


Linke Seite des Reduits, die Reparatur am im Krieg getroffenen Turm ist deutlich sichtbar


Wurfbatterie im Saillant