Lage und heutige Nutzung
Das Fort liegt hat die Adresse Mähringer Weg 75 und ist mit
der Buslinie 3 (Wissenschaftsstadt, Haltestelle Fort Unterer Eselsberg)
erreichbar. Das Fort ist als Parkanlage offen, der rechte Frontgraben
ist unzugänglich, da er zur Hindenburgkaserne (belegt vom GebFmBtl 210 der GebJgBrig 23) der
Bundeswehr
gehört. Das Reduit wird vielfältig genutzt, so
befinden sich verschiedene Vereine (Verein zur Förderung der Freien Kultur Ulm e.V.;
Rosige Zeiten Ulm/Neu-Ulm e.V.;
Hexenhaus e.V.), der
Treff Fort Eselsberg, das Begegnungszentrum Fort Unterer Eselsberg, die
Astronomische Arbeitsgruppe Ulm, und der
Stamm Ulm-Nord der
Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg darin.
Festungsteile in der
Umgebung:
Werke der Bundesfestung:
•
Werk XXXIII Fort Söflinger
Turm
(900 m südwestlich)
•
Werk XXXV Nebenwerk Oberer
Eselsberg
(1,5 km nordwestlich)
•
Werk X Kienlesbergbastion
(1 km südwestlich)
•
Werk XII Wilhelmsburg
(1,4 km östlich)
•
Werk XIV Linke Redoute (1
km nordöstlich)
Friedensbauwerke 1901-10:
• Infanteriestützpunkt
Weinberge (1 km westlich)
Armierungsbauwerke (nicht alle gebaut):
• Artillerieraum 15 (1 km nordwestlich)
• Munitionsraum 6 (800 m nördlich)
• Pumpstation Lehrer Tal (500 m nordöstlich)
• Schützengraben 31 (900 m nordwestlich)
• Stützpunkt 32 (1 km westlich)
Aufbau und Baugeschichte des Werks
Erbaut zwischen 1848 und 1856 unter Leitung des königlich
württembergischen Oberleutnants Faber du Faur, es konnte mit
maximal 684 Mann belegt werden. Bestandteile des Forts waren eine
umlaufende Wallanlage mit Pulvermagazin im rechten und Kehlbatterie im
linken Wall, ein rundum laufender trockener
Graben, einer Doppelcaponniere, einer Hohltraverse und einer starken
Mörserbatterie im Saillant und einem Reduit in der Mitte der
Kehlseite. Das Werk ist annähernd vierecking aufgebaut, so
dass ihm die Flanken fehlen. Das Reduit reicht an beiden Enden als
Traditoren über die Kehlmauer in den Kehlgraben hinein. Bei
der Modernisierung der Werke wurde 1880 die Hohltraverse mit Erde
ummantelt und das Reduit erhielt einen Nebenausgang in den Werkshof. Ab
1901 wurde am rechten Kehlgraben eine Munitionsanstalt eingerichtet.
Nutzungsgeschichte
Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem das Fort und insbesondere das Reduit
schwer beschädigt wurden, wurden im Reduit das Staatliche
Beschussamt, eine Hundestaffel und ein Posten der Polizei einquartiert.
Mit der Restaurierung wurde 1985 durch die Stadt begonnen. Auf dem
linken Wall sind immer noch Bombenkrater vorhanden. Seit der
Instandsetzung des Reduits haben verschiedene Vereine und Gruppen dort
ihre Heimat (siehe oben).V
Weitere Bilder
Geschützstände auf dem rechten Wall

Hohltraverse (oben) und Poterne im Saillant des Walls

Linke Seite des Reduits, die Reparatur am im Krieg getroffenen Turm ist
deutlich sichtbar

Wurfbatterie im Saillant